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Bäder starten Freibadsaison

Auf den Sommer wetten und bis Mitternacht

schwimmen

Noch werden Rettungsschwimmer gesucht. Mehr Hallenbäder als bisher sollen den ganzen Sommer geöffnet bleiben. Neue Internetseite startet


Montag, 27. April 2015 – In den kommenden Tagen öffnen die ersten Freibäder in Berlin. Die Sommerbäder im Olympiastadion und in Kreuzberg (Prinzenbad) starten Donnerstag, die meisten Strandbäder legen am 1. Mai los, am Tag darauf öffnen die Kombibäder Mariendorf und Gropiusstadt. Die Strandbäder Wannsee und Lübars sind bereits geöffnet. „Der Start in die Sommersaison ist für uns der Höhepunkt des ganzen Jahres“, sagt Ole Bested Hensing, Vorstandsvorsitzender der Berliner Bäder-Betriebe.

Noch sind die Vorbereitungen der Freibäder nicht überall abgeschlossen und noch sind die Teams in den einzelnen Bädern nicht komplett. „Wir suchen weiterhin Rettungsschwimmer, die uns unterstützen“, so Bested Hensing, „denn wir haben in dieser Saison vor, das Angebot auch bei den Hallenbädern zu erweitern.“ Das gehe aber nur, wenn sich ausreichend Aushilfen melden. „Ansonsten können wir unsere ambitionierten Öffnungszeiten nicht umsetzen.“ Die Bäder-Betriebe freuen sich über jede Bewerbung – Voraussetzung: Es muss das Rettungsschwimmerabzeichen in Silber vorliegen. Bewerbungsschluss unter der E-Mail-Adresse bewerbung@berlinerbaeder.de ist der 15. Mai.

Betriebsstunden: 2014 ein Plus von 5,8 Prozent

Bereits im vergangenen Jahr konnten die Bäder-Betriebe die Betriebsstunden um 5,8 Prozent auf 154.611 steigern, also deutlich mehr Kapazität in ihren Bädern bereitstellen. Das soll auch in diesem Jahr so weiter gehen. Neben den Freibädern sollen erstmals die drei Freizeitbäder in Lankwitz, Schöneberg und am Spreewaldplatz in Kreuzberg den gesamten Sommer geöffnet sein und so Badespaß garantieren, auch wenn einmal nicht die Sonne scheint.

Wäre der bisherige Verkauf der als Wette auf einen schönen Sommer angelegten und seit dem 1. April angebotenen Freibad-Mehrfachkarte ein Gradmesser, dann wird der Sommer eher durchwachsen. Bisher konnten die Bäder-Betriebe rund 5000 dieser übertragbaren Sammelkarten verkaufen, die zu 20 Eintritten in die teilnehmenden Freibäder berechtigen. „Da ist noch deutlich Luft nach oben“, so Bested Hensing. Wer sich die erstmals angebotene Karte bis einschließlich 30. April an einer der Kassen der Berliner Bäder kauft, zahlt 50 Euro. Doch auch danach ist die Karte weiterhin zu haben – für 70 Euro.

Neu ist in dieser Saison auch, dass sich die Öffnungszeiten einiger Freibäder stärker als bisher am tatsächlichen Sommerwetter und damit am Publikumszuspruch orientieren. Für die Bäder Humboldthain, Monbijou, Pankow, Insulaner, Wuhlheide, Platsch (Marzahn), Mariendorf (Rixdorfer Straße), Staaken-West und Tegel staffeln sich die Öffnungszeiten. In der Regel zwischen 10.00 und 18.00 Uhr sind die Bäder in jedem Fall geöffnet. Ist das Wetter schön, werden die Öffnungszeiten ausgeweitet. Ole Bested Hensing: „Unsere Teams in den Bädern entscheiden selbst, weil sie ihre Gäste und deren Wünsche am besten kennen, wie sie ihre Öffnungszeiten gestalten.“ Die Bäder Olympiastadion, Kreuzberg (Prinzenbad), Wilmersdorf, Seestraße, Mariendorf (Ankogelweg), Neukölln, Gropiusstadt und Spandau-Süd öffnen in der Regel von 7.00 bzw. 8.00 bis 20.00 Uhr.

Ebenfalls geöffnet: Staaken und Tegel

Auch das Sommerbad in Staaken und das Strandbad Tegel werden wie geplant in die Saison starten können. „Ein zusätzlicher Betriebskostenzuschuss des Landes hat uns geholfen, die Öffnung dieser Bäder abzusichern“, sagt Ole Bested Hensing und dankt für die Unterstützung aus dem Abgeordnetenhaus.

Erstmals bietet das Olympiastadion als besonderen Service auch Schwimmzeiten bei Flutlicht bis Mitternacht an, einmal im Monat, am 30. Mai, 27. Juni, 25. Juli und 29. August. Im Sommerbad Humboldthain ist Schwimmen nach Einbruch der Dunkelheit ebenfalls geplant, während des Ramadan. Mit Fastenbrechen und Grillen am Beckenrand – nicht nur als besonderes Angebot für muslimische Gäste. Ebenfalls im Olympiastadion laden die Splash-Diver zu einem großen Event. Am 7. Juni zeigen Profis, was sie können und laden alle Gäste ein, mitzumachen. Und ab sofort sind Teile des Strands am Wannsee eine Lese-Lounge. Per App für das mobile Endgerät können vom Strandkorb aus zahlreiche Titel des Piper-Verlags entgeltfrei gelesen werden. Viele Zeitschriftentitel gehören ebenfalls zum Angebot.

Stammgäste in Wannsee und im Prinzenbad können sich auch in diesem Jahr auf die Saisonkarte freuen: Für 248 Euro (Kreuzberg)/162 Euro (Wannsee), ermäßigt 154/100 Euro stehen ihnen diese Bäder täglich offen – bis Mitte September. Berlins Schülerinnen und Schüler können auch 2015 wieder an jedem Ferientag die Berliner Bäder unentgeltlich nutzen, wenn sie sich einen Ferienpass für neun Euro kaufen (erhältlich ab 22. Juni an allen Kassen der Berliner Bäder). Für alle Kinder, die sich noch nicht sicher im Wasser bewegen können, bieten die Bäder-Betriebe auch in diesem Sommer viele Kurse im Rahmen der Ferien-Schwimmschule, deren Ziel das Erreichen des Seepferdchens ist.

Bis spätestens zum Feiertag Christi Himmelfahrt starten die Bäder-Betriebe auch ihre neue Internetseite. Sie wird nicht nur wesentlich frischer und moderner aussehen, sondern auch viele zusätzliche Informationsmöglichkeiten bieten. Kern wird ein Angebots- und Bad-Finder sein, der es den Gästen ermöglicht, schneller und direkter das für sie passende Schwimmbad zu finden. „Das ist besonders für die vielen Neu-Berliner und Touristen eine große Hilfe“, so Bested Hensing, „denn viele kennen das vielfältige Angebot der Berliner Bäder noch zu wenig.“

Ausblick aufs Bäderkonzept

Mit dem Beschluss von Senat und Abgeordnetenhaus, den Berliner Bädern 60 Millionen Euro für den Bau von zwei neuen Multifunktionsbädern bereitzustel- len, eröffnen sich für das Unternehmen das erste Mal in seiner Geschichte grundlegend andere Perspektiven. „So können die Bäder erstmals in eine neue, moderne und zeitgemäße Infrastruktur investieren, die dazu führen wird, dauerhaft neue Gäste für die Bäder zu gewinnen“, sagt Bested Hensing.

Aber auch die Sanierung der bestehenden Bäder geht weiter. Derzeit wird die Schwimmhalle in der Thomas-Mann-Straße in Prenzlauer Berg für rund fünf Millionen Euro von Grund auf saniert. Weitere Sanierungsanstrengungen sind nötig, wie das Beispiel Stadtbad Charlottenburg (Neue Halle) in den zurückliegenden Monaten gezeigt hat. Es traten immer wieder Havarien auf – Rohrbruch, Pumpenausfall – und schließlich eine zwangsweise Schließung des Bades infolge eines Legionellenbefunds in einer Dusche sind die unerfreulichen Ergebnisse einer seit Jahren dringend nötigen Instandsetzung.

So bedauerlich die Schließung des Bades für alle Gäste ist, sie zeigt, dass die Bäder-Betriebe das Thema Legionellen sehr ernst nehmen. Alle Bäder werden laufend überprüft, sowohl das Bade-, wie auch das Trinkwasser, das aus den Duschen strömt. Immer wieder gibt es auch Befunde, die allermeisten davon stellen sich bei einer Überprüfung durch die Gesundheitsämter als nicht so gravierend heraus, dass eine Schließung des Bades nötig ist. Sofort eingeleitete Gegenmaßnahmen reichen aus, um den Befall zu bekämpfen. Nur manchmal, wie in Charlottenburg, klappt das nicht. „Um in solchen Fällen auch jede theoretische Gesundheitsgefahr für unsere Gäste auszuschließen, zögern wir nicht und nehmen in Absprache mit den zuständigen Gesundheitsämtern das jeweils betroffene Bad vom Netz“, so Bested Hensing. Und weiter: „Das Stadtbad an der Krummen Straße ist dringend sanierungsbedürftig, sonst müssen wir immer wieder mit einem Legionellen-Szenario und einem Ausfall rechnen.“

Die Unterstützung aus dem Abgeordnetenhaus für die weitere Sanierung des Bestands ist groß. „Wir freuen uns darüber sehr, denn das ist der wichtigste Baustein, um die Versorgung mit Bädern in Berlin dauerhaft zu sichern“, so Ole Bested Hensing.

 

Öffnung der Berliner Freibäder:

Bereits geöffnet: Strandbad Wannsee, Strandbad Lübars

am 30. April: Olympiastadion Kreuzberg (Prinzenbad)

am 1. Mai: Friedrichshagen Jungfernheide Weißensee Plötzensee Grünau Wendenschloß Orankesee

am 2. Mai: Gropiusstadt, Mariendorf (Ankogelweg)

am 11. Mai: Spandau-Süd

am 15. Mai: Seestraße, Lichterfelde (Spucki)

am 23. Mai: Wilmersdorf, Pankow, Insulaner

am 1. Juni: Mariendorf (Rixdorfer Straße)

am 13. Juni: Neukölln, Humboldthain, Wuhlheide, Staaken-West, Kinderbad Monbijou, Tegel

am 13. Juli: Kinderbad Platsch (Marzahn)


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