Mit Pink geht’s schneller: Berliner Bäder verbessern den Einlass

Die Berliner Bäder-Betriebe führen zur Sommersaison eine neue Signalfarbe ein: Pink. Sie kennzeichnet künftig die Expresseingänge, über die Gäste mit vorab erworbenen Tickets ins Bad gelangen können. Die pinkfarbenen Expresseingänge sind dann in Betrieb, wenn an heißen Tagen mit hohem Besucheraufkommen gerechnet wird. „Wir haben die Abläufe an den Eingängen unserer Bäder noch einmal in Augenschein genommen und nachgeschärft“, sagt Bädervorstand Dr. Johannes Kleinsorg. Ziel sei es, an heißen Tagen die Wartezeit der Gäste in einem vertretbaren Rahmen zu halten. Wo es möglich ist, finde sich am Badeingang auf dem Boden auch ein Leitsystem in Pink, das auf die Express-Eingänge hinweist. „Wir investieren weiter in Service, Sicherheit und Digitalisierung“, fasst Dr. Kleinsorg zusammen. 

Die Sommersaison beginnt am 1. Mai 2026 in drei Bädern: im Sommerbad Kreuzberg, im Kombibad Seestraße und im Strandbad Wannsee. Am Wannsee stehen bis Ende Mai auch zwei Fass-Saunen zur Nutzung bereit. 

Die diesjährige Sommersaison unterscheidet sich von 2025 in zwei grundlegenden Punkten: Das Wasser wird wieder auf eine Stütztemperatur in Höhe von 22 Grad erwärmt; zudem öffnet das Gros der Freibäder im Juni statt wie bislang im Mai. „Im Mai gibt es die niedrigsten Besucherzahlen des gesamten Sommers“, erläutert Dr. Kleinsorg die Entscheidung. Zudem gebe es nachts oft noch einstellige Temperaturen, entsprechend hoch seien die Heizkosten. Gleichwohl gebe es etliche Stammschwimmer, die auch bei kühleren Außentemperaturen gern im Freien schwimmen. Beide Erkenntnisse seien in das neue Betriebsmodell eingeflossen. „Wir ermöglichen Schwimmen im Freien, achten aber auch auf Energieverbrauch und Ausgaben.“ 

Bereits seit vergangenem Jahr gelten in den Bädern neue Eintrittspreise, die sich nach der Badkategorie richten. Neu hinzugekommen sind dieses Jahr Abonnement-Mitgliedschaften, die es in drei verschiedenen Tarifen gibt. „Das ist ein attraktives Angebot für unsere Stammgäste“, sagt Dr. Kleinsorg. Mehr als 2.700 Abo-Verträge seien bereits abgeschlossen. 

Wieder angeboten wird die Sommermehrfachkarte. Sie enthält 20 Eintritte in alle Sommerbäder und ist zurzeit im Vorverkauf für 70 Euro erhältlich. Ab dem 1. Mai kostet sie 80 Euro. „Die Sommermehrfachkarte ist für die Berlinerinnen und Berliner wichtig. Ich habe mich persönlich dafür eingesetzt, dass die Bäder-Betriebe diese beliebte Karte wieder anbieten“, sagt Iris Spranger, Berlins Innen- und Sportsenatorin und BBB-Aufsichtsratsvorsitzende. Bewährte Produkte sollten erhalten bleiben, auch wenn sie durch neue ergänzt werden. „Baden muss für alle erschwinglich bleiben. Viele Menschen verbringen ihre Freizeit und auch ihren Urlaub in den Sommerbädern unserer Stadt. Die Sommermehrfachkarte ist gerade für diese Badegäste ein beliebtes Angebot“, so die Senatorin. Sie ergänzt: „Die Sommerbäder müssen vor allem sichere Orte sein. Wir werden die Ausweiskontrollen und die Videoüberwachung daher auch in diesem Jahr beibehalten. Deren Einsatz haben wir gesetzlich geregelt.“ Der Berliner Senat investiert in die Berliner Bäder-Betriebe 600 Millionen Euro bis 2030. Dafür hat die Senatsverwaltung für Inneres und Sport auch zusätzliche Mittel aus dem Klimapakt gesichert. „Damit wird es unter anderem möglich sein, die Sommerbäder mit energiesparenden Abdeckplanen für die Schwimmbecken auszustatten“, so Senatorin Spranger.

Auch in diesem Sommer ist es gelungen, mehr als 100 Saisonkräfte für die Sommerbäder zu gewinnen – Rettungsschwimmerinnen und -schwimmer und Kassenkräfte. „Unser intensives Recruiting zahlt sich aus“, sagt Marie Rupprecht, als BBB-Vorständin zuständig für Personal und Finanzen. Die Sommerbäder könnten daher ohne personelle Einschränkungen betrieben werden. 

Gäste von vier Sommerbädern können sich auf attraktive Sportangebote freuen. „Sport im Freibad“ richtet sich an jugendliche Gäste der Sommerbäder Neukölln, Kreuzberg und Pankow und bietet betreute Sportangebote. „SpOrt 365“ ist ein ganzjährig betriebenes Sportprojekt im Kombibad Gropiusstadt, das Gästen, aber auch Anwohnerinnen und Anwohnern offensteht. 

„Wir schaffen gute Voraussetzungen für einen attraktiven und sicheren Betrieb“, sagt Bädervorstand Dr. Kleinsorg. „Nun brauchen wir nur noch gutes Wetter.“ 

Folgende Regeln gelten beim Besuch der Sommerbäder: 

  • Einlass nur mit Ausweis (stichprobenartige Kontrollen, ob Name auf Online-Ticket und Ausweis übereinstimmen) 

  • Online-Tickets sind an ein Zeitfenster zum Betreten des Bades gebunden

  • Videoüberwachung am Eingang in fünf Bädern (Kreuzberg, Insulaner, Neukölln, Gropiusstadt, Pankow) 

  • Sicherheitskontrollen am Eingang

  • an warmen Tagen gibt es Express-Eingänge für Gäste mit vorab erworbenen Tickets (Eingänge sind in Pink markiert), kein Anstehen an der Kassenschlange

  • Badauslastung wird mit Ampel angezeigt (ab Rot wird der Kassenverkauf gestoppt, Zugang nur noch mit Abonnement-Mitgliedschaft und Online-Tickets, nicht mit Sommermehrfachkarte) 

     

Wann öffnet welches Sommerbad

 

Erster Tag

Badname

01. Mai

Sommerbad Kreuzberg

01. Mai

Sommerbad im Kombibad Seestraße

01. Mai 

Strandbad Wannsee

01. Mai

Sportbad Britz (verpachtet, für die Öffentlichkeit gibt es Frühschwimmen) 

09. Mai 

Sommerbad im Kombibad Gropiusstadt

01. Juni*

Sommerbad Neukölln

01. Juni*

Sommerbad Humboldthain

01. Juni*

Sommerbad Am Insulaner

01. Juni*

Sommerbad Pankow 

01. Juni

Kindersommerbad Monbijou

01. Juni

Kindersommerbad Platsch

01. Juni

Sommerbad Olympiastadion

01. Juni

Sommerbad Staaken West

01. Juni

Sommerbad Wilmersdorf

01. Juni

Sommerbad Mariendorf 

01. Juni

Sommerbad Wuhlheide

* - bei schönem Wetter ist auch eine Öffnung am Pfingstsonnabend möglich

 

Die verpachteten Strandbäder öffnen am 1. Mai – mit Ausnahme des Strandbades Tegel. Dort beginnt die Saison am 15. Mai. 

Die Hallenbäder, die wegen des späteren Starts der Sommerbäder länger für die Öffentlichkeit nutzbar sind, schließen in den kommenden Wochen nach und nach für die Öffentlichkeit und stehen dann bis zu den Ferien nur noch für das Schul- und Vereinsschwimmen zur Verfügung. Danach beginnt die technische Schließzeit, während der nötige Reparaturen ausgeführt werden können.

Die Schwimmhalle Ernst-Thälmann-Park bleibt im Sommer geöffnet.