Mehr als 120.000 Badegäste am Wochenende in den Berliner Bädern

Am bislang heißesten Wochenende in der Geschichte der Berliner Bäder haben sich in den 15 Freibädern mehr als 120.000 Menschen abkühlt – fast so viele, wie Charlottenburg Einwohner hat. 
Temperaturen um 40 Grad waren für die Beschäftigten der Bäder eine echte Belastungsprobe. Bäder-Vorstand Dr. Johannes Kleinsorg dankte den Fachangestellten für Bäder-Betriebe, den Rettungsschwimmern und -schwimmerinnen, den Kassierern und Kassiererinnen sowie allen Beteiligten für ihren hochmotivierten Einsatz. Etliche Beschäftigte blieben trotz der hohen körperlichen Belastung länger, andere meldeten sich freiwillig zum Dienst. „Unsere Beschäftigten haben 120.000 Hauptstädtern die Möglichkeiten geboten, sich an diesen heißen Tagen abzukühlen, und zugleich für ihre Sicherheit gesorgt. Dafür gebührt ihnen Dank!“, sagte der Vorstand. 
Spitzenreiter unter den Besucherzahlen am Wochenende waren das Sommerbad Kreuzberg (16.682 Gäste) und das Strandbad Wannsee (16.622). Mit 61.000 Badegästen am Sonnabend und rund 59.000 am Sonntag kamen beide Tage unter die Top 20 der besucherstärksten Tage der BBB und die gesamte Kalenderwoche unter die Top 10 der vergangenen 10 Jahre. Einsamer Spitzenreiter ist der 30. Juni 2019 – ein Sonntag in den Sommerferien – mit rund 80.000 Badegästen. 
Die Nachfrage war so groß, dass die Bäder an ihre Kapazitätsgrenzen kamen. An beiden Tagen war das Kontingent an Online-Tickets ausverkauft, nur für das Strandbad Wannsee waren noch Tickets zu haben. Im Sommerbad Pankow musste am Sonnabendmittag vorübergehend ein Einlass-Stopp verhängt werden, um die Sicherheit der Badenden zu gewährleisten. Für Badeaufsicht und Wasserqualität ist es erforderlich, dass sich nicht zu viele Menschen gleichzeitig im Wasser aufhalten. 
Wegen der hohen Temperaturen hat sich das Wasser in den Becken mittlerweile stark erwärmt, vereinzelt bis auf 29 Grad. Da Algen und Bakterien in wärmerem Wasser besser gedeihen und Chlor weniger wirksam ist, hat das Wochenende auch die Wasseraufbereitungsanlagen der Sommerbäder stark beansprucht. Dies zeigte sich am Montagfrüh auch im Sommerbad Kreuzberg – dort musste das Terrassenbecken vorübergehend gesperrt werden. Hier hatte die Wasserqualität zeitweise für eine Eintrübung gesorgt. 
Gerade bei hohen Temperaturen und Sonneneinstrahlung ist es hilfreich, vor der Beckenbenutzung zu duschen, damit Schweiß und andere Stoffe abgespült werden. So geraten die Wasseraufbereitungsanlagen nicht so schnell an ihre Grenzen. Auch die Entsorgung von Müll in den bereitgestellten Containern hilft, das Personal zu entlasten und einen reibungslosen Betriebsablauf zu sichern.